Alaunstift: So schließt Du Schnittverletzungen in Sekunden

Alaunstift: So schließt Du Schnittverletzungen in Sekundenschnelle

Mit einem Alaunstift bzw. Rasierstift schließt Du lästige Schnittverletzungen beim Rasieren in wenigen Sekunden. (Quelle: HG Photography/shutterstock.com)

Alaunstifte sind kleine Helfer beim Rasieren, die die meisten Männer erstaunlicherweise gar nicht kennen. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn Du Dich beim Rasieren geschnitten hast. Der Alaunstift sorgt dafür, dass sich Deine Haut zusammenzieht und sich die Wunde schließt.

Wie genau funktioniert ein Alaunstift?

Im Normalfall sind die Verletzungen, die beim Rasieren entstehen, nur sehr oberflächlich. Sie lassen sich mit solch einem Stift daher gut behandeln. Der Alaunstift wird auch als Rasierstift bzw. Blutstillstift bezeichnet.

Alaunstifte weisen vor allem zwei wichtige Eigenschaften auf. Zum einen sind die antiseptisch, zum anderen adstringierend.

Antiseptisch bedeutet, dass sie Bakterien bzw. Krankheitserreger abtöten und deren Ausbreitung verhindern. Sie haben also eine desinfizierende Wirkung, die verhindert, dass sich die Wunde entzündet.

Adstringierend bedeutet, dass sich das Gewebe zusammenzieht. Die Blutplättchen haben es danach einfacher, die Verletzung wieder zu schließen.

Wie verwendet man einen Blutstillstift?

Wenn Du Dich geschnitten hast, fährst Du mit dem Rasierstift einfach mehrmals über die Wunde. Das brennt ein bisschen, schließt die Wunde jedoch innerhalb weniger Sekunden. Mehr musst Du nicht beachten.

Neben dem After Shave, das es als Rasierwasser, Lotion oder Balsam gibt, ist der Rasierstift eine Methode, sich nach der Rasur zu pflegen. Im Gegensatz zum After Shave wird er natürlich nur bei Bedarf eingesetzt und nicht generell.

Inhaltsstoffe

Alaunstifte gibt es von verschiedensten Herstellern. Die prozentuale Zusammensetzung variiert dabei von Produkt zu Produkt. Im Normalfall sind die folgenden Inhaltsstoffe enthalten. Natürlich können auch diese variieren.

  • Alaun
    Der Hauptbestandteil eines Rasierstifts ist Alaun bzw. Aluminiumkaliumsulfat-Dodecahydrat. Die Substanz sorgt dafür, dass sich die Haut zusammenzieht und verhindert das Bakterienwachstum.
  • Aluminiumchlorid
  • Eisen(II)-Sulfat
  • Kupfersulfat
  • Zinksulfat

In welchen Varianten gibt es Rasierstifte?

Die Form eines Stiftes hat sich als die praktischste Variante für den alltäglichen Gebrauch herausgestellt. Schließlich kannst Du diese verwenden wie einen ganz normalen Lippenpflegestift. Statt auf den Lippen landet der Rasierstift aber auf der Schnittverletzung.

Rasierstifte gibt es aber nicht nur in dieser Form, sondern beispielsweise auch als Block. Blöcke waren früher deutlich verbreiteter als heutzutage.

Weitere Verwendungszwecke

Oberflächliche Schnittverletzungen entstehen natürlich nicht nur beim Rasieren. Sprich: Du kannst den Alaunstift beispielsweise auch dann verwenden, wenn Du Dich beim Gemüse schnibbeln verletzt hast. Oder wenn Deine Katze oder Dein Hund Dich gekratzt haben. Natürlich können ihn auch Frauen verwenden, die ihre Beine rasieren. Du siehst, einen Rasierstift im Haus zu haben, kann nie schaden.

Alaun kann man übrigens auch als Deodorant verwenden. Alaun verhindert die Umwandlung von Schweiß in Buttersäure und wirkt somit geruchshemmend. Wie bereits erwähnt, verhindert Alaun auch das Bakterienwachstum. Das ist ebenfalls eine positive Eigenschaft für ein Deo, da Bakterien im Endeffekt für den typischen Schweißgeruch verantwortlich sind.

Weitere Infos über den Alaunstift

Die Verwendung von normalen Rasierstiften im Friseursalon ist verboten, da man diese nach der Benutzung nicht einfach reinigen kann. Stattdessen gibt es in manchen Friseursalons Einweg-Alaunstifte, die danach weggeworfen werden.

Wer allerdings schon mal bei einem Barbier war, der weiß, dass diese Männer ihr Handwerk beherrschen. Die Gefahr, dass der Barbier Dich verletzt, ist daher sehr gering. Ich persönlich habe zudem noch nie Alaunstifte beim Friseur bzw. Barbier ausliegen sehen.

Zuletzt aktualisiert: 03. Februar 2020