Rasierpinsel aus Dachshaar: Wie steht es dabei eigentlich um den Tierschutz?

Rasierpinsel aus Dachshaar: Wie steht es dabei eigentlich um den Tierschutz?

Wie sieht es bei Rasierpinseln aus Dachshaar eigentlich um den Tierschutz aus? Welche Alternativen gibt es? (Quelle: Edward Hasting-Evans/shutterstock.com)

Die Haare eines klassischen Rasierpinsels bestehen aus Dachshaar – auch heute noch. Aus diesem Grund möchte ich in diesem Artikel näher beleuchten, woher diese Dachshaare eigentlich stammen. Und wie steht es dabei überhaupt um den Tierschutz?

Herkunft: Wo kommen die Dachshaare her?

Diese Frage lässt sich relativ eindeutig beantworten. So gut wie alle Dachshaare stammen aus China.

Vor einigen Jahren gab es noch einige Farmen in Kanada, hier kam es aber zu einer Gesetzesänderung. Heutzutage dürfen Produkte, die vom Dachs stammen, nicht mehr aus Kanada exportiert werden. Somit hat China das weltweite Monopol auf Dachshaare.

Gewinnung: Mussten Dachse für Deinen Rasierpinsel sterben?

Zunächst einmal: Ich habe keine wirklich zuverlässigen Quellen zu diesem Thema gefunden. Was wirklich in China passiert, können wir (und andere) daher nur mutmaßen.

Aber: Dachse haben ein äußerst kräftiges Gebiss und sind extrem wehrhaft. Die logische Konsequenz: Man kann sie nicht einfach wie Schafe scheren.

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten zur Beschaffung von Dachshaar. Die Jagd in freier Natur und die Haltung auf sogenannten Dachsfarmen. Beide Möglichkeiten werden in der Praxis umgesetzt. Dabei gewinnt man nicht nur die Dachshaare, sondern auch das Fleisch als Nahrungsmittel. Der Fett nutzt man beispielsweise für die Lederpflege. Nach dem Tod des Dachses, verwertet man ihn also komplett.

Eine Überpopulation an Dachsen kann übrigens zu massiven Schäden am Wild- und Viehbestand führen. Die Anzahl der Dachse wird daher weltweit reguliert und vom CITES überwacht. Hierbei handelt es sich um eine Organisation, die den weltweiten Handel mit gefährdeten Arten überwacht.

Naturschutz: Sind Dachse nicht geschützt?

Grundsätzlich steht der Dachs in Deutschland unter Naturschutz. Er befindet sich jedoch seit den 1990er Jahren nicht mehr auf der Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten. Sprich: Er darf zwar gejagt werden, allerdings darf diese Jagd nicht den Bestand gefährden. Aus diesem Grund hat man bestimmte Zeiträume festgelegt, in denen der Dachs gejagt werden darf.

Jedoch: Was hier in Deutschland passiert, spielt in China keine Rolle. Chinesische Farmbetreiber nehmen Natur- und Artenschutz vermutlich nicht ganz so ernst wie man es hierzulande tut. Sprich: Den Betreibern der Dachsfarmen wird es schlichtweg egal sein, ob eine Tierart geschützt ist oder nicht. Auch die Todesart und die Haltung ist nach dem Profit vermutlich eher Nebensache.

Alternative: Rasierpinsel mit synthetischen Fasern

Rasierpinsel aus künstlichen Fasern haben Vor- aber auch Nachteile. Sie saugen zum Beispiel nicht so viel Wasser auf wie Rasierpinsel aus Dachshaar. Allerdings sind sie dafür weitaus pflegeleichter. Sie werden nicht so schnell spröde und brechen daher seltener ab. Ein lohnender Kompromiss, wie ich finde.

Übrigens: Die meisten Männer, die künstliche Rasierpinsel ausprobieren, bemerken kaum einen Unterschied zum echten Haar vom Dachs.

Fazit: Rasierpinsel aus Dachshaar und der Tierschutz – Dein Gewissen – Deine Entscheidung!

Letztendlich musst Du für Dich selbst entscheiden, ob Du einen Rasierpinsel aus Dachshaar verwenden möchtest oder nicht. Ich habe mich dagegen entschieden, da ich solch ein Treiben nicht unterstützen möchte.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 02. Februar 2021 aktualisiert.
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