Rasierpinsel: Alles, was Du über Rasierpinsel wissen musst

Rasierpinsel: Alles, was Du über Rasierpinsel wissen musst

Rasierpinsel: Alles, was Du über Rasierpinsel wissen musst. (Quelle: Panint Jhonlerkieat/shutterstock.com)

Der Rasierpinsel ist ein Gegenstand, den man heutzutage immer seltener in deutschen Badezimmern antrifft. Auch Du kennst ihn wahrscheinlich nur noch von Deinem Opa. Dabei ist der Rasierpinsel ein nützliches Zubehörteil bei der Nassrasur. Im Folgenden erfährst Du alles, was Du über Rasierpinsel wissen solltest.

Was ist ein Rasierpinsel überhaupt?

Der Rasierpinsel besteht normalerweise aus einem kurzen Griff, an dessen Ende sich eine dicke Bürste befindet. Die Haare dieser Bürste bestehen in den meisten Fällen aus Dachshaar. Man verwendet ihn nur bei der Nassrasur. Mit seiner Hilfe kannst Du Rasierschaum bzw. Rasierseife in Deinem Gesicht verteilen und einmassieren.

So verwendest Du Deinen Pinsel richtig

Natürlich solltest Du den Rasierpinsel nicht ziellos im Rasierschaum wälzen und dann wahllos in Deinem Gesicht verteilen. Im Folgenden zeige ich Dir, worauf Du achten solltest.

  • 1. Schritt: Vorbereitung
    Im ersten Schritt musst Du den Rasierpinsel in warmes Wasser tunken, damit er sich vollsaugen kann. Hier liegt der große Vorteil der Dachshaare: Diese saugen im Gegensatz zu anderen Borstenarten extrem viel Flüssigkeit auf. Hat sich der Pinsel mit genügend Wasser vollgesogen? Dann entfernst Du die überschüssige Flüssigkeit mit einem kräftigen Schwung ins Waschbecken.
  • 2. Schritt: Auftragen und Aufschlagen der Rasiercreme
    Nun trägst Du die Rasiercreme auf den feuchten Pinsel auf und führst rührende, kreisrunde Bewegungen in der Rasierschale durch. Hier ist es wie beim Schlagen von Eiweiß. Je länger und fester Du den Rasierpinsel bewegst, desto schaumiger und fester wird der Schaum am Ende. Wenn der Rasierschaum eine sahnige Konsistenz erreicht hat, bist Du fertig.
  • 3. Schritt: Gesicht anfeuchten
    Im dritten Schritt feuchtest Du Dein Gesicht an, damit der fertige Rasierschaum besser haften bleibt.
  • 4. Schritt: Rasierschaum auftragen
    Im letzten Schritt trägst Du den fertigen Rasierschaum mithilfe des Rasierpinsels auf Dein Gesicht auf. Auch hier führst Du idealerweise kreisende Bewegungen aus. Achte darauf, nicht zu fest zu drücken, damit Du den Rasierpinsel nicht beschädigst.

Jetzt kann die eigentliche Rasur erfolgen.

Die richtige Pflege erhöht die Langlebigkeit

Damit Du möglichst lange etwas von Deinem Rasierpinsel hast, solltest Du ihn gut behandeln. Direkt nach der Benutzung solltest Du ihn beispielsweise nicht im nassen Zustand wieder in die Schublade werfen. So funktioniert die Pflege richtig:

  • 1. Schritt: Mit warmem Wasser ausspülen
    Verbleibende Schaumreste im Borstengeflecht spülst Du im ersten Schritt mit warmem Wasser aus. Hier ist es wichtig, dass Du möglichst gründlich vorgehst. Verbleibende Seifenreste können bereits nach wenigen Tagen dazu führen, dass die Borsten spröde werden und abbrechen. Bitte verwende keine zusätzlichen Reinigungsmittel, da diese die Borsten des Pinsels angreifen können. Warmes Wasser reicht vollkommen aus.
  • 2. Schritt: Ausschleudern
    Nun musst Du das Wasser, das sich im Rasierpinsel angesammelt hat, wieder loswerden. Das machst Du, indem Du ihn mit einem kräftigen Schwung in Richtung Waschbecken ausschleuderst.
  • 3. Schritt: Die richtige Trocknung
    Das war es auch schon fast. Nun stellst Du den Rasierpinsel entweder aufrecht hin oder hängst ihn kopfüber auf. Welche Methode besser zur Trocknung geeignet ist, ist bereits seit vielen Jahrzehnten ein Streitthema unter Männern. Letztendlich musst Du selbst herausfinden, welcher Methode Du mehr Vertrauen schenkst.

Bestehen Rasierpinsel immer aus Dachshaar?

Auch heutzutage bestehen die Haare eines Rasierpinsels immer noch zum größten Teil aus Dachshaaren. Diese stammen vom Bauch- und Nackenbereich der Dachsart Silberspitz. Die Haare weisen helle Spitzen auf und sind extrem weich, was der Funktion des Rasierpinsels zugutekommt. Weiche Haare saugen sich nämlich eher mit Wasser voll.

Bei Dachshaaren handelt es sich um die teuerste Borstenart. Nichtsdestotrotz sind und bleiben Dachshaare zeitgleich die weitverbreitetste Borstenart für Rasierpinsel. Dachshaare stammen aktuell so gut wie immer aus dem fernen China. Du fragst Dich, wie es dabei um den Tierschutz steht? Zu diesem Thema habe ich einen eigenen Artikel verfasst.

Trotz der weiten Verbreitung von Dachshaaren, möchte ich Dir die Alternativen natürlich nicht vorenthalten:

  • Wildschweinborsten
    Die Borsten von Wildschweinen sind deutlich preisgünstiger als Dachshaare, nehmen dafür allerdings weniger Wasser auf. Sie sind kräftiger und massieren die Gesichtshaut beim Einseifen stärker. Ob Du es hart oder weich magst, ist Geschmacksache. Im Endeffekt musst Du selbst ausprobieren, was Dir besser gefällt.
  • Pferdehaar
    In vielen islamisch geprägten Ländern fallen Wildschweinborsten aus religiösen Gründen weg. Dachshaare sind allerdings für diese Regionen oft zu teuer. Die Lösung: Pferdehaare. Diese sind einfach zu verarbeiten, kommen in unserer westlichen Gesellschaft aber eher selten vor.
  • Künstliche Fasern
    Synthetische Fasern sind das Material der Wahl für Veganer und alle, die aus moralischen Gründen keine tierischen Produkte verwenden möchten. Die Hersteller achten dabei darauf, dass die künstlichen Fasern genauso aussehen wie Dachshaare. Dadurch, dass sie nicht so schnell abbrechen und spröde werden, sind sie ziemlich pflegeleicht. Allerdings nehmen sie nicht so viel Wasser auf, wie natürliche Produkte.

Wie teuer ist ein guter Rasierpinsel?

Die günstigsten Rasierpinsel kosten nur wenige Euros, die teuersten können gut und gerne auch mal mehrere hundert Euro kosten. Doch wie viel solltest Du ausgeben, wenn Du einen qualitativ hochwertigen Rasierpinsel suchst, jedoch nicht Unmengen dafür ausgeben möchtest?

Ordentliche Rasierpinsel vom Silberspitz gibt es bereits für 10 bis 20 Euro, wobei die Tendenz eher in Richtung 20 geht. Wenn Du im Internet bestellst, achte einfach mal auf die Bewertungen der anderen Kunden. Die sind meist bereits relativ aufschlussreich.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 17. Dezember 2019 aktualisiert.

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